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Lindwurm


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Nachdem ich auf der Seedrache angekommen war, übergab mir der Schiffsmagier Schwarzhand sein verantwortungsvolles Amt und erklärte mir noch einiges über die Aufgaben als verantwortlicher Schiffsmagier. Er führte mich in die „Kommandokammer“. Er erklärte mir, dass das Schiff über einen magischen Verteidigungsmechanismus verfügte. Er zeigte mir die Runen die im Schiffsrumpf eingearbeitet waren, ebenso den metallenen Schrein oder Altar, über den ich meine Magie durch das Schiff fließen lassen könnte. Ein paar der Runen schienen mir aber nicht zu dem zu passen, was mir Schwarzhand erzählte. Ich beschloss, mich bei der nächsten Möglichkeit etwas näher mit diesen Runen zu beschäftigen. Schwarzhand verabschiedete sich und begab sich auf die Seenixe, das zweite Schiff in unserem kleinen Verband.

Noch bevor ich dazu kam, mich für weitere Studien in meine Kammer zurückzuziehen, ertönte schon der erste Warnschrei der Wachmannschaft. Es wurden zwei Piratenschiffe gesichtet, die Kurs auf unsere Schiffe hielten. Ich eilte an den „Arkanen Werfer“. Eine Waffe, die mittels Magie betrieben werden konnte. Leider hatten wir nur eine einzige Ladung für diese meisterliche Waffe, so dass ich mich schwer konzentrieren musste, um den perfekten Schuss zu landen. Aber dazu kam es gar nicht. Lator und Kamosch an den beiden verbliebenen Balisten leisteten meisterliche Arbeit und schon nach kurzer Zeit und bravourös gesetzten Treffern gaben die Piraten auf.

Nach dieser kurzen Reiberei mit den Piraten verlief die Fahrt erstmal ruhig und ich hatte Zeit mich mit den Runen zu beschäftigen. Während die Crew sich darauf vorbereitete in Fort Grünstein Nahrung und Wasser aufzunehmen fand ich heraus, dass diese Runen tatsächlich nichts mit dem Verteidigungsmechanismus zu tun hatten. Ich hatte eine Vermutung und berichtete Raven, die auf der Seedrache das Amt des Kapitäns inne hatte, über meine Vermutungen. Aber sie bat mich, etwas sehr nachdrücklich, meinen Versuch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Sie scheint nicht allzu großes Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten zu haben.

Nach einiger Zeit kamen die Mauern von Fort Grünstein in Sichtweite, aber irgendwas stimmte nicht. Die Mauern waren rußgeschwärzt und das Fort war ausgestorben. Mit den Beibooten setzten wir über, um uns ein genaueres Bild zu machen. Unsere anfängliche Befürchtung wurde bestätigt. Das Fort war vollkommen zerstört und nicht eine menschliche Seele war noch am leben. Dieses Massaker, das dort stattgefunden haben musste lag, soweit wir es beurteilen konnten, schon mindestens zwei Monate zurück. Bedrückt kehrten wir auf die Seedrache zurück und setzten unsere Reise fort. Unser neues Ziel war eine kleine Siedlung auf der Insel Rencrue. Lady Lavinias Eltern berichteten in ihren Aufzeichnungen davon, dass die Bewohner dieser Insel freundliche, wenn auch recht primitive Wesen seien und der Handel sich Pflanzen, Nahrung und Wasser beschränkte, die mit Glasperlen und anderem Tand gehandelt wurden. Diese Menschen liebten Glasperlen. Jetzt wurde mir auch klar, warum wir mehrere Kisten dieses Tands mit uns führten.

Lady Lavinia, Lator, Kamosch Raven und ich sowie einige aus der Crew setzten über und leider mussten wir es auch ertragen, dass der eingebildete Schnösel Afna Merawandschi mit an Land ging, da er darauf bestand, seinem Gaul die benötigte Bewegung zu ermöglichen. Capitän Raven konnte ihn aber überzeugen, dass er, während wir mit dem Oberhaupt der Siedlung die Verhandlungen führten, mit seinem Pferd am Strand blieb. Wir konnten ja nicht mal wissen, ob diese Menschen je ein Pferd gesehen hatten. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies auch keine gute Idee war. Selbst unter „Beobachtung“ war Afna in der Lage, Mist zu bauen.

Mitten in den Verhandlungen hörten wir vor der Siedlung einen Tumult losbrechen. Merawandschi!!! Wir drängten zum Strand und fanden Afna, seinen Begleiter sowie ein junges, leicht bekleidetes Mädchen und – wie sich herausstelle - deren Vater am Strand. Dieser Dreckskerl hatte doch tatsächlich versucht, die Unschuld des Mädchens mit ein paar billigen Glasperlen zu erhaschen und versuchte uns zu erklären, dass er doch so verliebt sei. Verständlicherweise war der Vater dieses Mädchens wenig davon angetan. Doch bevor es eskalieren konnte, versprach Raven, dass dies nie wieder vorkommen würde. Kamosch war außer sich vor Wut und packte Afna am Kragen und beförderte ihn rüde zurück in das Beiboot. Unter weiteren Entschuldigungen gingen wir auch an Bord und man konnte sehen, dass die Einwohner von Rencrue uns so schnell, vielleicht nie wieder an ihren Stränden sehen wollten. Kamosch und Lator waren nur schwer zu beruhigen, aber auch sie sahen schweren Herzens ein, dass Afan Merawandschi nun mal der Ausrichter, der Mitfinanzier dieser Reise war. Aber uns wurde allmählich auch klar, warum sein Vater so zufrieden aussah, als er sah, dass sein Sohn an Bord ging.

Zurück auf der Seedrache erlaubte mir Raven, dass ich nun den Versuch mit den Runen starten könnte. Also begab ich mich in die Kommandokammer und fuhr vorsichtig mit meinen Fingern die zwei rätselhaften Runen nach. Ein helles Leuchten folgte, der Rumpf knackte und knarzte und plötzlich war ich nicht mehr allein in der Kammer. Neben mir stand plötzlich ein Mann. Er schaute sich um und rief dann „es hat geklappt“…. Dann bemerkte er mich und meinen ungläubigen Blick. Er deutete eine Verbeugung an und stellte sich als Halor von Casbad vor. Ich konnte es kaum glauben. Der bekannte Konstrukteur Halor von Casbad. Er fragte nach meinem Namen, den ich ihm nannte und dann, bevor weitere Fragen kamen, die ich ihm nicht so einfach beantworten konnte, führte ich ihn zu Raven. Was wir dort zu hören bekamen, war einfach unglaublich. Das Schiff, der Seedrache, gehörte zur lornischen Seefahrt (irgendwie wussten wir das ja…aber aber.) Durch Magie und seine Konstruktion auf dem Schiff, sollte es ihm bzw. der Mannschaft eine letzte Fluchtmöglichkeit beim Kampf und Enterung dieses Schiffes gegeben sein. Sie begaben sich „einfach“ in den Rumpf des Schiffes und würden so ein Teil des Schiffes werden. Und bei dem ersten Versuch muss es zu einem „Zwischenfall“ gekommen sein, wie Halor vermutete. Denn er wurde nicht, wie geplant, wieder befreit, sondern saß wohl schon mehr als zwei Monate in diesem Schiff fest.

In weiteren Gesprächen erfuhren wir, dass der Arkane Werfer mit Dämonenherzen oder schwarzen Perlen geladen werden konnte. Leider verfügten wir weder über das eine noch das andere und es war klar, dass wir so schnell auch nicht an diese Zutaten herankommen würden. Es wurde auch ein seltenes Kraut erwähnt, worauf ein Mitglied der Crew mitteilte, dass dieses auf der Insel des Schreckens, unser eigentliches Ziel, wie Unkraut wachsen würde. Des weiteren wäre es diesem Schiff mittels Magie (Schutz vor Wasser) möglich, sich sehr tief innerhalb oder unterhalb der Meeresoberfläche zu fahren.

Die nächsten Tage verliefen wenig ereignisreich und die See war ruhig. Manchmal so ruhig, dass wir keine Fahrt machen konnten. Dann kam der Sturm. Wir wurden doch sehr durchgeschüttelt, aber die Mannschaft und wir und auch das Schiff überstanden es unbeschadet. Wie aus dem Nichts kam dann der Nebel. Raven wurde weiß im Gesicht. Sie hatte diesen Nebel schon einmal gesehen und es war nichts gutes, was sich da anbahnt. Sie drängte mich in die Kommandokammer und ich sollte einen Blitz auf den kleinen stählernen Altar sprechen. Ich tat wie mir geheißen und das war der Anfang vom Ende.

Der Neben verschwand tatsächlich, aber als er sich lichtete war um uns herum alles grün. Seegras hatte uns gefangen und es ging gar nichts mehr. Es war, als wären wir auf Land gelaufen. Verzweiflung machte sich breit, zumal wir feststellten, dass die Seenixe, unser zweites Schiff, nirgends zu sehen war. Nach ein paar Versuchen erklärte Kamosch, dass es möglich sei, über diesen Seegrasteppich zu laufen. Es wäre anstrengend aber möglich. Wir mussten endlich was tun. Plötzlich trat der kleine Küchenjunge an Kamosch heran und nahm ihm das Versprechen ab, dass wir, insbesondere aber sein persönlicher Held Kamosch, heil wieder zurück kommen würden. Kamosch versprach es und der Junge war beruhigt.
Dann nahmen wir Lirit und Skald und machten uns zu sechst auf, um ein mögliches Ende dieses Seegrasgefängnisses auszumachen. In einiger Entfernung machten Lator und Kamosch eine Silhouette aus, die auf ein weiteres Schiff vermuten ließ. In der Hoffnung, dass es die Seenixe sein könnte, machten wir uns auf den Weg. Es war mehr als anstrengend und fast glaubte ich, nicht mehr einen Schritt laufen zu können, als wir das Schiff erreichten. Unsere Hoffnungen wurden nicht erfüllt. Der Name des Schiffes der unter den ekligen grünen Ranken zu lesen war, war „Wut“. Wir kletterten mit letzter Kraft an Bord und Kamosch, Raven und die anderen sahen sich auf dem Schiff um, während ich versuchte nicht vor Erschöpfung einzuschlafen. In einer der Kajüten fand Raven ein Pergament. Es war von Verdammnis die Rede, verschwundenen Seemännern, grüne Seegrasmonster und schlimmeres. Wir befanden uns, so schlussfolgerten wir, in dem Land, das die Seefahrer „Ende der Reise“ oder „Reiseende“ nannte. Im Land des Klabautermannes. Einem Land, dass eigentlich nur in Legenden existieren dürfte.

In der Ferne konnten wir eine grüne Wand ausmachen. Es reizte einige der Mitglieder, dorthin zu gehen, aber die Nacht würde bald hereinbrechen und wir beschlossen, dass wir alle zusammen zurück zur Seedrache gehen würden, um am frühen Morgen erneut aufzubrechen, um den Rand dieses „Waldes“ vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen und herauszufinden, was sich dort drin oder auch dahinter verbergen mochte.
21.12.2008 12:35 Val ist offline E-Mail an Val senden Beiträge von Val suchen Nehmen Sie Val in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Val in Ihre Kontaktliste ein YIM-Name von Val: jaegerin1
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